Ich habe mir diesen Film tausend Mal angeschaut, jedes einzelne Bild, ob Dein Gesicht irgendwo auftaucht. Manchmal kommt es mir vor, als wärst Du erst gestern fortgegangen... und manchmal wie eine Ewigkeit. Würden wir uns wieder erkennen nach all dieser Zeit?

Ich versuche mir vorzustellen, was Du durchgemacht hast.

Erinnerst Du Dich an unseren Urlaub in Ägypten? Wie wir in diesem Café am Nilufer saßen und zusahen, wie die Sonne über der Sahara unterging? Ich hätte nie vermutet, dass ich so einen Frieden finden würde, solch eine Ruhe, so weit weg von zu Hause. Ich versuchte jedes Detail im Gedächtnis zu behalten: den nach Apfel duftenden Rauch der Wasserpfeife, den Ruf zum Abendgebet. Doch schon damals wusste ich, diese Ruhe würde nicht ewig währen.

Ich sehe diesen Mann an und versuche mir euch beide in einem staubigen Café am Euphrat vorzustellen, bei einem Glas Pfefferminztee. Vielleicht war er einmal Dein Freund. Vielleicht ist er heute Dein Feind... oder bereits tot.

Ich kann mich kaum noch an Dein Gesicht erinnern.

Hast Du Dir je Deinen Traum erfüllt und das Heilige Land besucht? Bist Du nach Jerusalem gereist, um für Deinen Bruder zu beten?

Es scheint, als wiederhole sich dieser Krieg immer und immer wieder. Vielleicht ist er niemals vorbei.